Aus einem Pool unzähliger Möglichkeiten wurden zwei Architekturszenarien herausgegriffen und gegenübergestellt. Es soll die Attraktivität eines self-host Rechenzentrums mit einem gänzlich ausgelagertem IaaS-Cloud Angebot visualisiert werden. Per se sind diese zwei Modelle partikular inkomparabel da es sich um unterschiedliche Geschäftsmodelle handelt. Die Anforderungen wurden insofern approximativ gewählt um bei einer Auslastung mit 1000 Usern die erforderliche Interferenz zu erhalten.

 (die KVR wird hier nicht pupbliziert)

Die Montagekosten werden habituell den Anschaffungskosten hinzugerechnet, können jedoch im Cloud-Angebot hier noch keine Berücksichtigung finden, da zurzeit nicht abschätzbar ist, welchen Konfigurationsaufwand die Online-Dienste verursachen werden.

 

Entsprechend der AfA-Tabellen ergibt sich eine Nutzungsdauer von sieben Jahren. Durch Kumulation der Auszahlungen je Periode wird ersichtlich, dass zwar im Jahr der Anschaffung das Cloud-Angebot die günstigere Lösung darstellt, jedoch bereits ab dem dritten Jahr, zeigt sich ein lokales RZ als die vorteilhaftere Alternative.

 

Hier bietet sich ein positiver Aspekt von lokaler Rechenleistung dar. Ohne Vertriebs- und Kalkulationsaufwand kann sehr flexibel auf alle Eventualitäten eingegangen werden, und gleichermaßen die Datenübertragungsrate der Baremetal- Installation nicht zu übertreffen ist.

Ein nennenswerter Vorteil der IaaS ist die sekundengenaue Abrechnung der Rechenleistung. Dadurch kann sich bei einigen Diensten ein stupender Preisvorteil ergeben. Man kann schnell auf Veränderungen reagieren, muss aber bei zusätzlichen Anforderungen berücksichtigen, dass der Dienstleister auf seinen Ausgleich insistieren wird.

 

Die strikte Trennung der zwei Modelle wird möglicherweise nicht zum effizientesten Nutzen führen, da ebenfalls infrastrukturelle Rahmenbedingungen ihren Einfluss ausüben. Ein stark frequentierter Webserver oder ein Mailserver sollten ihren Dienst in einem kommerziellen RZ, mit Anbindungen wie 120GBit/s DE-CIX oder 60GBit/s Level3, verrichten. Selbst mit einer 500 Mbit Anbindung eines Schulgebäudes könnten lokal gehostete Dienste ausgebremst werden. Fileserver wollen ihren Anwendungsbereich lokal suchen. Mit Übertragungsraten von bis zu 100 GBit/s (100GBASE-CR10) ist für größere Userzahlen eine Baremetal-Installation am Standort vorteilhaft.

 

Zur Kompensation der Energiekosten ist eine Photovoltaikanlage ratsam. Der Stromverbrauch kann zu großen Teilen relativiert werden. Durch die Verwendung von Energiespeichern wäre eine vollständiges kompensieren der Energiekosten denkbar. Die Abwärme der Server könnte abhängig von der Außentemperatur in den Heizkreis zurückgeführt werden. Auch hier wäre eine Verringerung der variablen Kosten die Folge. Der Ökologische Aspekte ist ebenfalls zu erwähnen.

   
© Rene Siegert - TBW17T Projektarbeit - Wirtschaft4.0==Bildung4.0==Schule4.0