Digitalisierung der Bildung! Ja oder nein? Revolution oder Evolution? Nach John Hattie (2003)

Abbildung 3 J. Hattie 2003

übt der Lernende selbst, mit 50% den größten Einfluss auf seine schulischen Leistungen aus. Weitere 30% verantworten die Lehrkräfte. Natürlich kann es von Bedeutung sein, wie die Lernenden präformiert sind, allen voran steht dennnoch die Frage ob er will oder nicht. Die Digitalisierung sollte nicht als Surrogat betrachtet werden, sondern vielmehr als unterstützende Technologie und Handwerkszeug für Individualisierung und Flexibilität. Gestern war ein schnurgebundenes Telefon etwas Besonderes. Heute hat jeder ein Smartphone. Wir kaufen damit ein, schauen früh beim Zähne putzen noch ein Schulungsvideo, versenden eMails, erfreuen uns an spannenden KI-Modellen System-on-a-Chip(SoC) und tracken unser Postpaket. Morgen hat jeder Schüler seinen Lernstand visualisiert, bekommt individualisierte Übungsaufgaben per Push-Notify und Lehrkräfte publizieren mit einer Selbstverständlichkeit ihre Curricula und dessen Content.

 

Die „neuen“ Medien sind da und werden von „allen“ unentwegt genutzt. Sie sind Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie bringen großen Nutzen, benötigen viele Kenntnisse und beherbergen allerdings auch Gefahren. Allein deshalb müssen sie in die Bildung einfließen, um durch mediendidaktischen Kompetenzen auch einen Verantwortungsvollen und Eigenverantwortlichen Umgang zu vermitteln. Als Bestandteil und Ergänzung. Nicht aber in der Ausschließlichkeit.

 

Sorgen sie für BYOD. Zwar nicht in der Verwaltungsebene, aber im Unterricht. Trennen sie die Netzte. Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrkräfte sollen ihre ihnen vertrauten Geräte nutzen dürfen.

Schränken sie nicht zu viel ein. Viele Lösungen haben ihre Daseinsberechtigung. Denken sie nicht in Ausschließlichkeit, sondern in Möglichkeiten.

 

Verwenden sie überwiegend open Source und GNU General Public Licens. Schulen sie Kompetenzen. Proprietäre, konzernbehaftete Softwareprodukte eines einzelnen Wirtschaftsunternehmens sollte nicht das Maß aller Dinge sein. Denken sie über diese anachronistischen Computerräume nach. Zu dem man erst hinlaufen und aufschließen muss. „Digitalisierung“ und „4.0“ ist vielmehr der „way of life“ als eine Erscheinung dogmatischer Zwänge. Kinder sollten natürlich weiterhin in der Lage sein, auf ein Stück Papier zu schreiben. Interpretieren sie die sogenannte „Digitalisierung“ als hilfreiche Option und nützliche Erweiterung. Wir meißeln nichts mehr in Stein und haben auch die Schiefertafel mit Griffel hinter uns gelassen. Vielleicht ist nun an der Zeit die „Kreidetafel“ und einen Großteil des „Papier-Konvoluts“ zu ersetzen.

 

Holen sie die Lehrkräfte ab ohne zu überfordern. Trainieren sie die Lehrkräfte spielerisch. Digitalisierung kann und darf auch rieseigen Spaß machen. Dann klappst auch ohne posttraumatische Belastungsstörung. J

Ob Kreide oder Touch-Screen. Essenziell bleibt immer ein sensibler und empathischer Pädagoge.

   
© Rene Siegert - TBW17T Projektarbeit - Wirtschaft4.0==Bildung4.0==Schule4.0